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Lehner vulgo Gstaltner

 
     
 

    

    

 
 

 

 
     
 

Geschichte des Gstaltnergutes in Fleckendorf

Die erste Aufzeichnung über das Gstaltnergut ist aus dem Jahre 1556 zu finden. Im Urbar der Pfarrkirche Ansfelden im Stiftsarchiv St. Florian des Jahres 1556 heißt es unter anderem: „Vermerkt das Einnehmen der Dienst, so zu der Kirchen Ansfelden gehern: Hanns Gstaltner vom Acker 4 Schillingpfennig.“ Der damalige Gstaltner hatte also einen Acker in Pacht, der der Kirche Ansfelden gehörte, und er bezahlte dafür 4 Schillingpfennige, d. h. einen halben Gulden für das Jahr 1556.
Im 18.Jh.stand das Gut Gstaltner bis 1848 unter der Grundherrschaft Schlierbach.
Im Urbar de anno 1699 pag.198,de anno 1705 pag.371 ist folgendes Grundeigentum angeführt:
                               Joch             64/Joch               Quadratklafter
Acker                       26                 60                              11
Wiesen und Gärten  8                 53                              10
Hutweiden                 1                   2                               21
Wald                        54                 13
Zum Haus gehören das Backhaus ohne Nr. und die Hanfstube mit Nr. 21
Der Zehent war dem Stift St. Florian abzuführen.
Einem jeweiligen Pfarrer zu Ansfelden waren jährlich 8 Maßl Korn und 4 Maßl Hafer,
dem Schulmeister 4 Maßl Korn und 4 Maßl Hafer, dann 1 Laib Brot,6 Eier und 1 Bündl Haar abzuführen.
Am 1.Februar 1869 schloß Leopold Mayr im Alter von 48 Jahren seine erste Ehe mit der Witwe und Besitzerin des Brandstettergutes in Fleckendorf Klara Ecklbauer. Diese war 49Jahre alt. Mit dieser Eheschließung wurde Leopold Mayr ,der Besitzer des Gstaltnergutes, auch Mitbesitzer vom Brandstettergut und Klara, geborene Forstner, verwitwete Ecklbauer, Mitbesitzerin am Gstaltnergut, wie aus den Grundbesitzausweisen einwandfrei hervorgeht. (Grundbücher der Herrschaften St.Florian -VI,Hs 75,fol.47 und Schlierbach)
Der Sohn Leopold aus dieser Ehe wurde 1876 Besitzer vom Brandstettergut. Nach dem Tod von Leopold Mayr wurde die nun 70 jährige Klara Alleinbesitzerin.
Am 13. Oktober 1902 übernahm Franz Ecklbauer, Sohn des Leopold und der Maria Ecklbauer vom Brandstättergut, das Gstaltnergut. Er schloß am 17. Februar 1903 die Ehe mit Anna Sallmann, Tochter des Franz und der Gertraud Sallmann vom Birsergut in Ansfelden. Dem Ehepakt entsprechend wurde seine Frau Anna am 5. Februar 1903 Mitbesitzerin.
Am 24. Juli 1933 starb die Mitbesitzerin Anna Ecklbauer. Durch Einantwortung vom 6. November 1934 wurde Franz Ecklbauer Alleinbesitzer.
Am 19. Mai 1939 wurde Franz Ecklbauer, Sohn des Franz und der Anna Ecklbauer, Besitzer des Gstaltnergutes. Am 20. Dezember 1943 wurde seine Frau Rosalia, geb. Sumersberger Mitbesitzerin.
Kinder der beiden: Ferdinand, Frieda und Johanna.
Im Jahre 1958 bekam der Sohn Ferdinand, der einmal den Hof übernehmen sollte, im Alter von 26 Jahren über Nacht plötzlich die Kinderlähmung. Am Vortag war er noch am Acker tätig gewesen. Nach Krankenhaus- und Kuraufenthalt war er 1962 soweit hergestellt, dass er den Posten als Portier im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz übernehmen konnte.
Durch Übergabsvertrag vom 29. März 1969 gelangte das Gstaltnergut in den Besitz des Johann Lehner und der Frieda, geb. Ecklbauer. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne. Johannes und Christian Franz.
Am 19. April 1984 starb der ehemalige Besitzer des Gstaltnergutes Franz Ecklbauer im 78. Lebensjahre.
Am 17. Oktober 1989 starb völlig unerwartet die frühere Besitzerin Rosalia im 75. Lebensjahr.

Sturmschäden:
Am 26. Februar 1990 verursachte ein großer Sturm Schäden am Dach des Bauernhofes. Derselbe Sturm machte im Wald des Gstaltnergutes einen Schaden, durch den nach Schätzung etwa 80 Festmeter Holz aufzuarbeiten waren,
Weit ärger war es am 1. März 1990, an dem ein fürchterlicher Orkan neuerlich Schäden am bereits wieder gerichteten Dach und ungeheure Schäden im Wald anrichtete. Dadurch wurden ca. 3 ½ Hektar Wald geknickt, entwurzelt, mit einem Wort verwüstet. Frühjahr, Sommer und Herbst des Jahres 1990 waren neben den sonstigen Arbeiten völlig ausgelastet mit der Aufarbeitung der großen Waldschäden. Im Frühjahr waren bei der Waldarbeit auch Helfer aus dem Bundesheer beteiligt. Eine Woche halfen 6 Mann und eine weitere Woche 2 Mann. Einen halben Tag lang war auch ein Bergepanzer des Heeres im Einsatz. Über den Waldbesitzerverband konnte der Großteil des Holzes abgesetzt werden. Schleifholz konnte an die Nettingsdorfer Papierfabrik verkauft werden.

Die Stafflleiten, Rohrbach Nr. 32, wird im Grundbuch der Herrschaft Tillysburg 1785 bzw.1792 als Überländ des Brandstettergutes bezeichnet.
Als im Jahre 1876 Leopold und Klara Mayr das Brandstettergut an Leopold Ecklbauer, dem Sohn aus der ersten Ehe der Klara , übergaben, behielten sie sich die Stafflleiten beim Gstaltnergut. So kam die Stafflleiten in den immerwährenden Besitz des Gstaltnergutes.