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Huber vulgo Scharmühle

 
     
 

    

    

 
     
 

Die ersten Besitzer, die aus der Scharmühle namentlich bekannt sind, heißen August und Barbara Scharmüllner. Diesem Ehepaar wurde im Jahre 1631 ein Michael und 1626 ein Veit getauft, wie man im Taufbuch der Pfarre Ansfelden nachlesen kann.
August Scharmüllner starb am 6. Juni 1658 und wird in den Matriken als „Wohltäter“ bezeichnet.
Am 8. Februar 1700 starb Maria Scharmüllerin, die Ehewirtin des Martin Scharmüllners. In der Verlassenschaftsabhandlung wurde die Scharmühle auf 1150 Gulden geschätzt. Die Barschaft bestand in 390
Gulden.
Matthias Wieser, der Besitzer, starb am 15. Dezember 1732 im Alter von 64 Jahren. Er wurde tot in der Mühle aufgefunden.
Die sogenannte Theresianische Fassion um 1750 hält unter anderem folgendes fest: Besitzer Matthias Wieser, Mühle mit 3 Gängen an beständigem Wasser. Vom Zehent sind zwei Drittel nach St. Florian und ein Drittel an den Pfarrhof Ansfelden abzuführen. Als jährliche Abgaben an die Stiftsküche sind genannt: 120 Eier, 4Hennen, 2 Hähne und 4 „Käs“.
Am 21. August 1778 übergab Matthias Wieser den Besitz der Scharmühle an seinen noch ledigen Sohn Joseph Wieser und dessen zukünftiger Ehewirtin zusammen mit dem dazugehörigen Geyerlehen. Der Viehbestand der Scharmühle zur Zeit dieser Übergabe war: 2 Roß samt Geschirr, 4 Kühe und 3 Kalbinnen, 8 Schafe, 4 große und 5 kleine Schweine und 20 Hühner.
Joseph Wieser starb aber schon am 4. April 1779.Bei der Verlassenschaftsverhandlung am 15. Mai 1779 übernahm die Witwe mit ihrem zukünftigen Ehewirt Urban Grillmayr den ganzen Besitz.
Urban Grillmayr, Sohn des verstorbenen Thomas Grillmayr, gewesenen Besitzer des Hubmüllergutes in Hargelsberg heiratete am 17. Mai 1779 die zweifache Witwe und nunmehrige Besitzerin der Scharmühle Eva Maria verwitwete Huber und nun verwitwete Wieser. Der Bräutigam war 20 Jahre alt und die Braut 45 Jahre.
Um 1787 fand die Aufnahme der nach Kaiser Joseph II. genannten Josephinischen Fassion statt. Für die Scharmühle sind darin in der Ortschaft Audorf 20 Joch und 1048 Quadratklafter Acker und 4 Joch 908 Quadratklafter Wiese ausgewiesen. Als Besitzer der Scharmühle und des „Geyerhäusls“ ist Urban Grillmayr angeführt.
Eine bedeutende Persönlichkeit war im öffentlichen Leben von Ansfelden Joseph Grillmayr. Er ist nach der Errichtung der Gemeinden einer der ersten Bürgermeister von Ansfelden, damals Gemeindevorstand genannt.
Er starb am 1. März 1871 in Freindorf.
Karl Huber, Besitzer der Scharmühle in Audorf, heiratete am 18. Juni 1920 Pauline Obermayr, Tochter des Franz Obermayr, Wirtschaftsbesitzer in Unterrudling 6, Pfarre Eferding. Am 8. Juni 1920 hatten die beiden bereits die Scharmühle übernommen. Karl Huber war auch von 1929 bis 1935 Bürgermeister von Ansfelden.
In der Nacht vom3.auf den 4. Oktober 1929 drangen Diebe in die Amtsräume der Gemeinde ein. Sie durchstöberten alles. Die schwere Kasse fiel ihnen beim Transport durch das Fenster aus den Händen und fiel auf den Audorferweg, heute Dr. Eduard Peintnerweg . Durch den Lärm erwachte der Gemeindesekretär Arming und verscheuchte die Diebe. Geld wurde keines erbeutet. Ein Wagen zum Abtransport der schweren Kassa war schon bereitgestanden. Karl Huber war von 1929 bis 1935 Bürgermeister von Ansfelden. Er starb am 24. Februar 1955 und Pauline Huber am 21. August 1983.