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Breinesberger vulgo Gatterer

 
     
 

  

  

 
 

 

 
 

Hausgeschichte des Gatterergutes in Ansfelden

1384
Eine erste Nennung des Gatterer von Ansfelden ist im Jahre 1384 zu finden. Am 17. September 1384 kaufte Weichart von Winkel, Pfleger zu Ebelsberg, „die Hub an dem Gatern und drei Hofstet dobei gelegen zu Ansveld in dem dorff, di er von Heinreichen dem Harthaimer zu derselben Zeit gesezzen ze Ebelsperch gechaufft hat.“ Durch Weichart von Winkel kam das Gatterer an die Kirche zu Passau und damit unter die Herrschaft Ebelsberg, (OÖ.Urkundebuch X, S. 277)

1527
In der Gülteinlage aus dem Jahre 1527 der Herrschaft Ebelsberg ist der erste namentlich bekannte Besitzer zu finden. Er hieß „Ulrich Gatter“. Es sind dort seine Ablieferungsverpflichtungen an die Herrschaft Ebelsberg genannt: 5 Hennen, 1 Schwein und 2 Muth Hafer (60 Metzen) musste dieser Ulrich an das Schloß Ebelsberg jährlich liefern. Er konnte dies aber in Geld ablösen, dann waren dies 4 Schillingpfennige und 11 Pfennige. (OÖ.Landesarchiv, Weinberger Archiv,Aktenband 1357)

1611
In einem Protokoll vom 14. November 1611 sind Michl und Margareta Gatterer genannt. Margareta Gatterer war gestorben. Bei der Verlassenschaftsabhandlung traten insofern wirtschaftliche Schwierigkeiten zutage, als es heißt „demnach aber erst vor 3 Jahren berürtes Gattererlehen abprunnen und in solcher Prunst fast alle fahrende Hab im Feuer aufgegangen und verdorben.“ (OÖ.Landesarchiv E 2, 1611)

1750
In die Zeit, da Martin Albauer Besitzer war, fällt die Aufnahme der sogenannten Theresianischen Fassion, der Besitz- und Einkommensaufnahme unter Kaiserin Maria Theresia. Der Wert des Gutes wird hier mit 694 Gulden angeführt. Pferde, 2 Kühe, 3 Schafe und 2 Schweine werden hier als Viehstand ausgewiesen. Angemerkt ist auch, dass der Zehent vom Gatterer zur Hälfte an das Stift St. Florian und zur Hälfte an den Pfarrhof Ansfelden zu leisten war.

1788
Am 11. April 1788 errichteten Jakob Poschmayr und seine Braut Theresia Dumlin, Tochter vom Hubergut zu Höfen, einen Heiratsbrief, in dem festgehalten wird, dass die Braut 300 Gulden in die Ehe einbringt, während der Bräutigam das Gatterergut einbringt. (OÖ.Landesarchiv,Landgerichtsarchiv, Seite 23 v)


1803
Das Haus wurde wieder mit der Begründung, dass es baufällig sei, nur wie schon 1801 mit 630 Gulden bewertet. Unter den vielen, wieder in einem Inventar festgehaltenen Gegenständen anlässlich einer Verlassenschaftsabhandlung seien nur ein paar Posten herausgenommen:
13.000 gebrannte Ziegel, das Tausend zu 6 Gulden =78 Gulden
8.000 ungebrannte Ziegel, das Tausend zu 3 Gulden =24 Gulden,
Bauholz zu 60 Gulden
Diese drei Posten weisen darauf hin, dass große Vorbereitungen zum Neubau des Hauses getroffen wurden.

1929
Am 20. März 1929 ging der Besitz an Theresia Huber,geb.Neuwirt, eheliche Tochter des Peter Neuwirt, Besitzer des Oberhierthalergutes in Schnarrendorf 10, Pfarre Siphachzell, die am 4. Juni 1907 Geog Breinesberger, den Witwer und Besitzer des Flödlmayrgutes geheiratet hatte. Georg Breinesberger wurde damit am 6.April 1929 auch Mitbesitzer am Gatterergute (Grundbuch). Da er aber am 13. August 1935 starb (Totenbuch Ansfelden VIII, S 42) und durch Einatwortung vom 18.Jänner 1936 wurde Theresia wieder Alleinbesitzerin.

1947
Am 10. Mai 1947 erfolgte die Hausübergabe an Alois und Augustine Breinesberger, die am 2. März 1946 die Ehe geschlossen hatten. (Trauungsbuch Ansfelden VIII, S 177)

1974
Alois Breinesberger starb am 20. März 1974. (Totenbuch Ansfelden X, S 110).
Durch Einantwortung vom 19.April 1974 wurde der Sohn Karl Breinesberger Mitbesitzer. Durch Ehepakte und Übergabsvertrag vom 19.Dezember 1975 wurden Karl und Christine Breinesberger, geborene Zehetner, gemeinsam Besitzer des Gatterergutes.