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Bergmair vulgo Platzl

 
     
 

    

    

    

    

 
 

 

 
 

Hausgeschichte des Platzlgutes in Kremsdorf

1629
Eine erste Aufzeichnung über das Platzlgut in Kremsdorf ist im folgenden Text vom 20. März 1629 zu finden: „Quittung. Thomas Plätzl zu Kremsdorf, unter Gschwendt, für seine Hausfrauen Maria, und Bartholomä Aichbauer, unter Florian noch ledigen Standes für sich selbst, quitieren dem ehrbaren Nicolhuber Wandula uxori, per ausgezahlten vom alten Wolfram Nicolhuber herrührenden Erbgebühr. Zeugen: Hanns Hingerl und Hanns Mair im Baumgarten.“ (Landesarchiv, Weißenberger Protokolle aus dem Stiftsarchiv Kremsmünster, Hs.18)

Es hat damit Thomas Platzl zu Kremsdorf, der unter der Grundherrschaft Gschwendt stand, für seine Frau Maria, den Empfang eines Erbes zusammen mit Bartholomä Aichbauer bestätigt. Ausbezahlt hatten dieses Erbschaft Paul Nicolhuber und seine Frau Wandula. Zurück ging diese Erbschaft auf den „alten Wolfram Nicolhuber“.

1630
Im Kirchenstuhlverzeichnis der Pfarrkirche Ansfelden vom Jahre 1630, das sich im Stiftsarchiv von St. Florian befindet, heißt es unter anderem: „Diejenigen Weiber, so bei der Pfarrkirchen Ansfelden einen aus den neuen Stühlen gelest haben: Platzlin zu Kremsdorf 20 Kreuzer“.

1810
Am 31.Jänner 1810 war eine Übergabsvertrag von der Herrschaft Gschwendt von Urban Strauß an Paul Zeilinger ratifiziert worden.
Mit der nunmehrigen Übergabe fand eine neue Bewertung des Gutes statt.

Gulden Kreuzer
Der Gutswert betrug wie schon immer
für das Platzlgut 600 -
und für die Webersölde 400 -

Dier Fahrnis war am 23.November 1810
für die Erstellung des Übergabevertrages
geschätzt worden auf 4380 45

Dieser hohe Schätzwert wie auch die hohen Preise, wie sie unten beim Getreide ausgewiesen sind, waren verursacht durch die ungeheure Teuerung in den Jahren nach den Napoleonkriegen.
Die Fahrnis wurde aber 1812 bei der wirklichen Übergabe nach einem bestimmten Kurs umgerechnet, sodaß sie in der Übergabe eingetragen ist mit
Gulden Kreuzer
876 9
Im Inventar werden unter anderem angeführt:
1 Pferd 300
6 Kühe 780
3 Kälber 70
2 Schafe 15

45 Metzen Weizen 450
34 Metzen Korn 280
21 Metzen Gerste 126

Besonders auffallend sind die im
Inventar angeführten 10 000 Ziegel, die
bewertet wurden mit 200
Man hatte sich in dieser Zeit auf einen Neu- oder Ausbau vorbereitet.

1918
Durch die Ehepakte vom 15.Jänner 1918 wurde Theresia, geb. Edlmayr, Tochter des Karl und der Theresia Edlmayr vom Mayr zu Berg,  Mitbesitzerin am Platzlgut. (Grundbuch Kremsdorf EZ 15)
Die Eheschließung von Josef Zeilinger und Theresia Edlmayr fand am 29.März 1919 statt. (Trgb. VIII724)
Dazu gibt es in der Familie noch die folgende Erzählung: Der junge Josef Zeilinger sah, wie man beim Mayr zu Berg 1891 die Tochter Theresia zur Taufe brachte und sagte damals: „Die heirate ich einmal“. Tatsächlich kam es zur Eheschließung mit der um etwas mehr als 16 Jahre jüngeren Theresia Edlmayr.

1952
Da die beiden Kinder aus der Ehe Josef und Theresia Zeilinger gestorben waren, fand am 3.März 1952 die Besitzübergabe des Platzlgutes an Johanna und Josef Bergmayr statt. Johanna war eine geborene Edlmayr vom Mayr zu Berg, also eine Schwester der Vorbesitzerin Theresia Zeilinger.
Am 1. September 1942 hatten Josef Bergmayr und Johanna Edlmayr die Ehe geschlossen. Sie brachten in die Ehe die drei Kinder mit: Franz, geb. 1934, Johanna, geb. 1936 und Herbert, geb. 1938.

1965
Am 9. Oktober 1965 schloß der Sohn Franz Bergmayr die Ehe mit Elke Ritzberger, Tochter des Volksschuldirektors Franz und der Irma Ritzberger aus Traun.

1967
Durch die Einantwortung vom 28. Juli 1967 wurde Franz Bergmair Mitbesitzer am Platzlgut. (Grundbuch)

1972
Durch die Übergabe der Johanna wurde am 26. Juli 1972 Elke Bergmair Mitbesizerin am Platzlgut.  (Grundbuch)

1975
Am 25.April 1975 starb die ehemalige Mitbesitzerin Theresia Zeilinger. (Totenbuch X/115)

1988
Am 18.Jänner 1988 starb die einstige Mitbesitzerin am Platzlgut Johanna Bergmayr. (Totenbuch X/190)

(Die Schreibweise des Namens wechselte bei Franz von „Bergmayr“ zu „Bergmair“, während in den Urkunden seiner Eltern zum Großteil die ursprüngliche Schreibweise erhalten blieb)